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Die perfekte Gastgeberin | Teil I: Stilvoll einladen

© H. Skjalm P.

Perfekt oder persönlich – oder beides?

Eigentlich muss ich den Titel „Die perfekte Gastgeberin“ gleich wieder relativieren. Es geht mir gar nicht ums Perfekt-sein. Wer oder was ist schon perfekt? Ist das überhaupt erstrebenswert? Oder ist Perfektion nicht vielmehr ein viel zu pedantischer und verbissener Gast für einen gelungenen Abend? Der Sinn des Ganzen ist es doch, zusammen eine gute Zeit zu haben, sich angeregt auszutauschen, zusammen zu lachen, vielleicht zu tanzen und es sich gut gehen zu lassen. Gerade, wenn etwas nicht ganz perfekt ist, auch mal was schief geht (und gehen darf) oder man von Unvorhergesehenem überrascht wird und improvisieren muss, bekommt ein Fest eine sehr persönliche Note.

Dennoch: Eine gute Vorbereitung, ein gewisser Aufwand und das Wissen um ein paar Gepflogenheiten gehören für mich zu einer Party oder einem stilvollen Dinner einfach dazu. Schließlich soll so ein Abend ja doch etwas Besonderes sein. Etwas, was aus dem Alltag heraussticht.

„Ich verstehe solche Anlässe als eine Hommage an die Freundschaft.”

Einladungen sind eine Art zu sagen: „Ihr seid mir wichtig.“ Und dafür werfe ich mich doch gerne ins Zeug. Denn diese Wertschätzung drückt sich nicht nur in gutem Essen, guter Musik und einer liebevollen Tischdekoration aus, sondern wird vor allem durch die Atmosphäre spürbar. Dazu gehört ganz entscheidend eine entspannte Gastgeberin. Nur so kann man auf seine Gäste eingehen und ihnen das Gefühl vermitteln, wirklich willkommen zu sein. Also, sich nicht zu ernst nehmen und den Dingen ihren Lauf lassen.

Gute Vorbereitung ist alles – so geht’s

Ziemlich viele Anforderungen auf einmal? Stimmt. Aber es gibt einige hilfreiche Tipps und Tricks, das alles unter einen Hut zu bringen. Denn: Zur perfekten Gastgeberin wird man nicht geboren. Man kann es lernen. Mit einem gewissen Sinn für Geselligkeit, Kreativität und Liebe zum Detail ausgestattet, guter Planung und etwas Gespür für den Moment und die Gäste, ist das alles zu schaffen.

Die kleine Serie, die ich heute starte, zeigt, wie man mit Stil einlädt, den Abend richtig plant und nie zu wenig Getränke im Kühlschrank hat. Vor allem aber: Wie man als Gastgeberin eine Party ganz ohne Stress genießen kann. Beginnen wir doch gleich mit dem Thema „Einladung“.

1. Die Einladung

Ganz am Anfang steht neben dem genauen Termin die Überlegung an, in welcher Größenordnung diniert bzw. gefeiert werden soll. Sollen einfach ein paar Freunde zum Essen vorbeikommen oder soll es ein ganz besonderer Abend werden? Das gibt auch die Antwort auf die Form der Einladung. Diese zeigt den Gästen schon an, wie formell der Abend verlaufen soll: Eine Nachricht per SMS ist eben lässiger als eine schriftliche Einladung mit einer schön gestalteten und formulierten Karte, die persönlich übergeben wird oder per Post im Briefkasten landet.

Kleine Runde (< 10 Gäste)

Für eine Feier in lockerer Runde genügt eine SMS oder Rundmail. Bei einer Größenordnung von unter zehn Gästen behält man damit bei Zu- und Absagen ganz gut den Überblick. Wichtige Informationen wie Uhrzeit, Adresse und die Bitte um Rückmeldung sollten auch bei dieser Form der Einladung nicht fehlen. Gerade letzteres hilft enorm bei der Planung. Besser noch ist es aber, jeden Gast einzeln anzurufen und ihm alle Infos persönlich zu geben – sowie gegebenenfalls Details wie Unverträglichkeiten zu klären.

Wenn es aber wirklich mal ganz schnell und einfach gehen soll, sind Online-Terminumfragen (z. B. über www.invyte.de oder www.doodle.com) eine Möglichkeit. Diese sind zwar nicht sehr persönlich, dafür aber praktisch: Einfach das Ereignis anlegen, eventuell Extras hinzufügen (wie z. B. eine Anfrageliste, wer was mitbringt oder wie viele Personen Vegetarier sind), und jeder Gast kann per Mausklick zu- oder absagen.

Größere Feier (> 10 Gäste)

Ab zehn Gästen bzw. bei größeren Gesellschaften ist die schriftliche Einladung eine gute Wahl und dem Anlass meist angemessener als eine SMS oder Email. Die Einladung muss dabei auch gar nicht so furchtbar förmlich sein. Im Gegenteil: Zum Anlass oder Thema passende Ideen wie ein Luftballon, ein Fläschchen Sirup oder ein Gewürztütchen an der Einladungskarte kommen gut an und machen neugierig auf den Abend.

Schriftliche Einladungen mindestens zehn Tage im Voraus verschicken und gegebenenfalls Dresscode, Anfahrtsskizze bzw. Bahnverbindung und den Vermerk, ob mit oder ohne Begleitung sowie die Bitte um Rückmeldung nicht vergessen.

Einladungskarten bestellen

Auf DaWanda und Etsy beispielsweise findest Du viele Möglichkeiten, Einladungskarten individualisiert zu bestellen. Ob mit eigenem Design oder mithilfe von Vorlagen kannst Du sie z. B. auch bei den folgenden Anbietern selbst gestalten und drucken lassen:

Einladungskarte downloaden

Lust auf ein Freebie? Für den nächsten Anlass zum Feiern einfach das PDF downloaden, auf etwas festerem DIN A4-Papier in gewünschter Anzahl ausdrucken, ausschneiden, ausfüllen, in einen Umschlag stecken und ab die Post!

Klicke hier für den kostenlosen Download.

Klappkarte zum Download. | © Sabine Egetemeir, THE FINER GAZETTE edition

Klappkarte zum Download. | © Sabine Egetemeir, THE FINER GAZETTE edition

Credit: Titelfoto von H. Skialm P.

 

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